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Shadowrun: Morgengrauen - Artefaktjagd, Teil 4 $16.12
Average Rating:3.5 / 5
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Shadowrun: Morgengrauen - Artefaktjagd, Teil 4
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Shadowrun: Morgengrauen - Artefaktjagd, Teil 4
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 06/02/2014 14:47:44
"Morgengrauen" ist definitiv nur für erfahrene Runner geeignet. Wenn man die Gefahren in diesem Band reduziert oder die Erfahrungen aus den vorangegangenen Abenteuern aus "Artefaktjagd" nicht hinter sich hat, bringt man sich selbst um eine große, zusammenhängende Erfahrung. Es geht um den Abschluß der "Artefaktjagd" – Kampagne, und es werden große Zusammenhänge und Geheimnisse versprochen. Leider wird dazu nichts geliefert.

Waren die vorigen Abenteuer noch so direkt verknüpft, dass man wissen wollte wie es weitergeht und die Abenteuer stimmig zusammenpassten, wirkt "Morgengrauen" hier zumindest ein Stück entfernt. Die bekannt gewordenen Figuren und Organisationen sind nicht mehr da, und nur Mr. Johnson aus dem 3. Teil übernimmt eine führende Rolle. Ms. Johnson aus allen vorigen Teilen hat nur einen Gastauftritt.

"Morgengrauen" dient dazu, die Runner und ihre Spieler an ihre Grenzen zu führen, und bietet viele Möglichkeiten sie herauszufordern. Selbst wenn ein voriges Abenteuer nicht zum Erfolg führte, das Artefakt in falsche Hände geraten ist, sind alle Hintergründe bekannt um es den Runnern zu erlauben, das Artefakt erneut an sich zu bringen... wenn der Spielleiter es nicht gerade im Hort eines Drachen landen lässt. Mit "Morgengrauen" aber gibt es keine zweite Chance, und während die Runner in immer schwierigeren Situationen landen wird es sich im Spiel erweisen ob sie den Auftrag in ihrem Sinne zu Ende führen konnten. Konnte das Artefakt nicht gesichert werden, sind vom Abenteuerband aus ab einem bestimmten Punkt keine weiteren Möglichkeiten vorgesehen.
Auch für den letzten Abenteuerband der Kampagne ist der Preis relativ hoch angesetzt. Es wird gewohnt viel Inhalt geboten, es gibt ausführliche Handouts, Schauplätze sind detailreich beschrieben und mit Karten versehen, alle NSC mit ausführlichen Regeln vorhanden. Käufer der vorigen Bände von "Artefaktjagd" werden gerade zu Beginn viel Material wiedererkennen in dem Hilfreiches zum Spielleiten allgemein und für diese Kampagne im besonderen wiederholt wird. Dies mag für Einzelkäufer sehr sinnvoll sein, sollte aber zumindest die Möglichkeit einer Preissenkung einbeziehen wenn man alle Abenteuer erwirbt. Weiterhin ist "Morgengrauen" ein Stück kürzer als die vorigen Abenteuer, was sich auch fühlbar auf die Länge des Abenteuers auswirkt. Hier ist meiner Meinung nach viel Potential verschenkt worden.


Fazit

Leider ist dem sehr guten Eindruck, der nach den ersten 3 Teilen der Artefaktjagd-Kampagne entstanden ist, hier nicht entsprochen worden. Die eleganten Übergänge der Schauplätze, die geradlinigkeit der Handlung die jedoch nicht gezwungen wirkte, das Gefühl der Bedrohung und der Schwierigkeiten auf fremden Boden habe ich hier nicht so empfunden. Die Begegnung mit Mächtigen Charakteren der 6. Welt wirkt konstruiert und die Charaktere teilweise in Szenen oder Richtungen gezwungen, ohne das sie anders wählen könnten, was in den vorigen Abenteuern der Fall war. Natürlich ist ein Abenteuerband nur eine Grundlage für den Spielleiter, um sich und seine Spieler einzubringen; doch die vorigen Bände von "Artefaktjagd" boten soviel mehr. Und gerade am Ende das Abenteuers hätte man sich zumindest über bestimmte Dinge Aufklärung versprochen. Was bleibt, ist ein solider Abenteuerband mit guter Einstimmung, interessanten und detailierten Schauplätzen und NSC, die erfahrenes und starkes Team gut beschäftigen können. Für die Spieler der vorangegangenen Abenteuer interessant.

Rating:
[3 of 5 Stars!]
Shadowrun: Morgengrauen - Artefaktjagd, Teil 4
Publisher: Pegasus Press
by Roger L. [Featured Reviewer]
Date Added: 01/25/2013 02:44:19
http://www.teilzeithelden.de
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Alles hat einmal ein Ende, und so ist der vierte Band der Artefaktjagdkampagne für Shadowrun 4.01D mit dem Titel „Morgengrauen“ der abschließende.

Erschei­nungs­bild

49 Sei­ten bietet der dritte Band der Kam­pa­gne mit der bereits gewohnten Optik und dem sel­ben Auf­bau wie die vor­he­ri­gen Teile. Am Wie­der­er­ken­nungs– und Ori­en­tie­rungs­wert scheitert es also sicherlich nicht.
Durch den gekonn­ten Auf­bau aus all­ge­mei­nen Infor­ma­tio­nen, farb­lich hin­ter­leg­tem Text bei wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen und stim­mungs­vol­len Schwarz­weiß­zeich­nun­gen pas­send zur Story ist die Lek­türe kurz­wei­lig und selbst bei der Vor­be­rei­tung des Gan­zen (immer noch) unterhaltsam.

Inhalt:

Vorweg erstmals eine Spoilerwarnung: Wer diese Kampagne spielt oder spielen will, und wem detaillierte Kenntnisse des Auftraggebers abseits der Runnerin „Frosty“ zu viel sind, der möge den nachfolgenden Absatz bitte überspringen!

Im letzten Band der Kampagne ist es Ehran der Schreiber selbst, der auf die Charaktere zukommt. Schon immer war er der eigentliche Auftraggeber, und nun – davon ausgehend, dass die drei vorherigen Bände ebenfalls gespielt wurden – hat er genug Vertrauen in die Runner und ihre Fähigkeiten gefasst, dass er selbst in Erscheinung tritt. Dieser Moment ist ein Highlight der Kampagne. Langjährigen Shadowrun-Spielern dürfte Ehran, ein ehemaliger Prinz Tir Tairngires, wohl bekannt sein.

Der Auftraggeber schildert den Charakteren eine drohende Katastrophe, die er abzuwenden gedenkt. Dafür braucht er nicht nur die Hilfe der Runner, sondern – man mag es kaum glauben – auch noch ein weiteres Artefakt. Nach der Karte des Piri Reis, dem Sextanten der Welten und dem Diskos von Phaistos ist es nun Shantayas Kompass, den die Charaktere aufspüren sollen.

Natürlich ist nicht nur den Runnern bekannt, dass ihr Auftraggeber nach diesem Artefakt sucht. Ganz im Gegenteil scheinen einige Leute allein deshalb an Shantayas Kompass interessiert zu sein, weil es bereits jemand anderes ist. Dass das den Auftrag für die Charaktere nicht gerade erleichtert, braucht keine weitere Erwähnung…

Der vierte Band schickt die Charaktere quer durch Asien: Hongkong, Karavan und Neo-Tokio. Zu allen Orten gibt es ausreichende Informationen im Kampagnenband selbst, weitere findet man in „Schattenstädte“ (Hongkong), „Krisenzonen“ (Karavan) und „Konzernenklaven“ (Neo-Tokio), auch wenn der Zugriff auf diese Quellenbücher nicht zwingend erforderlich ist.

Die Umgebung ist wie schon in den Bänden zuvor abwechslungsreich gestaltet. Während es in einer ziemlich zivilisierten Gegend losgeht, finden sich die Runner zwischenzeitlich beispielsweise in der asiatischen Steppe wieder. Beendet wird das ganze Spektakel schließlich in Portland.

Da es sich um eine aufeinander aufbauende Kampagne handelt, richtet sich der vierte Band entsprechend auch an erfahrenere Charaktere. Wie immer gibt es etliche Hinweise für den Spielleiter, um beschriebene Szenen zu erweitern, auszulassen, sie zu vereinfachen oder den Charakteren die so genannten „Daumenschrauben“ anzulegen.

Spielbar ist das Ganze bereits mit dem Grundregelwerk allein, da man alle notwendigen Informationen inklusive ausführlicher NSC-Beschreibungen im Kampagnenband findet, empfehlenswert sind neben den bereits genannten Quellenbüchern allerdings „Arsenal 2070“, „Runner-Kompendium“, „Straßenmagie“, „Bodytech“ und „Vernetzt“, wenn man ein wenig mehr in die Tiefe gehen möchte – ob nun aus Spieler- oder Spielleitersicht.


Preis-/Leistungsverhältnis

Hier kann ich nur nochmals wie­der­ho­len, was für alle Bände der Kam­pa­gne glei­cher­ma­ßen gilt: Der Preis von ins­ge­samt um fünf­zig Euro für alle vier Teile zusam­men ist schlicht unver­schämt. Wer den­noch nicht auf die Kam­pa­gne ver­zich­ten möchte, kann spa­ren, indem er auf die eng­lisch­spra­chige Ver­sion zurück­greift – und zwar etwa fünf­zig Prozent!

Fazit

Die Artefaktjagd-Kampagne ist eine, die sich wirklich lohnt! Ob Neueinsteiger oder alter Hase, ich behaupte, dabei kommt jeder früher oder später auf seine Kosten. Die Spannungskurven sind gut gelungen, sowohl in den einzelnen Bänden als auch in der Gesamtbetrachtung. Auch wenn diese ganzen ominösen Artefakte dem einen oder anderen vielleicht ein bisschen „too much“ sein könnten, sind sie glaubhaft im Rahmen des Shadowrun-Universums und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet worden. Man kommt als Charakter viel herum, als Spielleiter bekommt man reichlich Informationen für quasi alle Lebenslagen sowie sogar einiges an Handout-Material … was will man mehr?

Rating:
[4 of 5 Stars!]
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