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Shadowrun: Krisenzonen $12.08
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Shadowrun: Krisenzonen
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Shadowrun: Krisenzonen
Publisher: Pegasus Press
by Roger L. [Featured Reviewer]
Date Added: 12/11/2013 04:58:02
http://www.teilzeithelden.de/2013/12/11/rezension-shadowrun--
krisenzonen/

So sehr man sich als Run­ner in Seat­tle auch wohl­füh­len mag und sich aus­ge­las­tet fühlt – manch­mal zieht es einen aus den unter­schied­lichs­ten Grün­den doch in die Ferne. Ob es nun die Suche nach dem ulti­ma­ti­ven Kick oder die nach dem ulti­ma­ti­ven Reich­tum ist, ob man sich eine Weile in Deckung bege­ben muss oder was einen sonst so antrei­ben mag: Kri­sen­zo­nen bie­tet Alternativen.

Inhalt

Das Quel­len­buch lässt sich grob in vier Blö­cke unter­tei­len: Chi­cago, Lagos, der „Rest“ und Spielinformationen.

Dabei ist gleich das erste Kapi­tel rund um Chi­cago am span­nends­ten zu lesen. Ein­stei­ger bekom­men einen gut ver­pack­ten Abriss der Ereig­nisse in der Geschichte der Windy City, der auch alte Hasen gut zu unter­hal­ten weiß. Zudem wird die Geschichte der Stadt ein Stück weitergeschrieben.

Hat sich Bug City von den Ereig­nis­sen 2055 erholt? Und wie eigent­lich? Kri­sen­zo­nen berich­tet vom Ein­satz von FAB-III-Bakterien zur Rei­ni­gung Chi­ca­gos, von den Pro­ble­men durch anhal­tend hohe Hin­ter­grund­strah­lung, die Mana­senke und in Starre befind­li­che Insek­ten­geis­ter. Ver­schie­dene War­lords kon­kur­rie­ren mit­ein­an­der in einer Stadt, in der der Tausch­han­del eine neue Blü­te­zeit erlebt, in der jedoch zugleich das Geschäft mit Dro­gen aller Art, Med­tech und Orga­nen floriert.

Das Kapi­tel stellt die gegen­wär­tige Situa­tion von Chi­cago in den 2070er Jah­ren vor, erzählt von Gangs und Stäm­men wie der Ghoul Libe­ra­tion Lea­gue, den Swamp Thangs und der Orpha­nage, wirft einen Blick auf die ein­zel­nen Distrikte der Stadt vom Kor­ri­dor bis zur Noose mit­samt Anzie­hungs­punk­ten wie Bars und tat­säch­lich noch oder wie­der exis­ten­ten Restau­rants, und es bie­tet sogar recht detail­lierte Infor­ma­tio­nen über das Öko­sys­tem die­ses Chi­ca­gos mit­samt Par­af­lora und –fauna.

Wäh­rend zumin­dest der lang­jäh­rige Run­ner in die­sem Kapi­tel auf etli­che Vor­kennt­nisse zurück­grei­fen kann, ist Lagos eher neues Gebiet.

Nicht min­der span­nend berich­tet Kri­sen­zo­nen von Afri­kas größ­tem Sprawl, sei­nen Gefah­ren, sei­ner Ver­mül­lung, der Dis­kre­panz zwi­schen Deka­denz und Armut, zwi­schen Sumpf und Magie. Auch in die­sem Kapi­tel erfährt man viele Details über vor­herr­schende Stämme und Spra­chen, über Wäh­run­gen und Fort­be­we­gungs­ar­ten, über ein­zelne Berei­che von Lagos.

Das Kapi­tel über Lagos macht an die­ser Stelle jedoch noch nicht Halt. Nach­dem man sich die Stadt selbst genau anse­hen konnte, wird der Blick weit­schwei­fi­ger. So erfährt man noch etli­ches über das direkte Umland, jedoch ebenso über die umge­ben­den Län­der. Ob nun Asante oder Asa­mando – die Beschrei­bun­gen erstre­cken sich bis hin zu Tune­sien, Ägyp­ten, Kenia und Marokko.

Einer­seits ziem­lich inter­es­sant und mit eini­gem Mehr­wert ver­bun­den, wirkt das Lagos-Kapitel im Ver­gleich zum vor­he­ri­gen den­noch an eini­gen Stel­len etwas schwä­cher, und auch Wie­der­ho­lun­gen fal­len einem öfter ins Auge. Mit etwa fünf­zig Sei­ten dem Chicago-Kapitel her sehr ähn­lich, hätte man bei Lagos auf etwa zehn davon gut ver­zich­ten können.

Wirk­lich schwach wird es jedoch mit dem drit­ten Block des Buches, den ich ein­gangs bereits als „Rest“ bezeich­nete. Bogotá in Kolum­bien, GeMiTo als flä­chen­de­ckende Fusion von Mai­land, Genua und Turin, Genf als eine von Tech­no­man­cern ver­ur­sachte Hölle, Sara­jevo als Leben am Höl­len­schlund und Kara­van, die Stadt, die keine ist, son­dern sich viel­mehr die „Sei­den­straße 2.0“ ent­lang bewegt – sie alle sor­gen nicht gerade für Aha-Effekte.

Die Idee einer her­um­zie­hen­den Gruppe bei­spiels­weise hat man im Buch, wenn logi­scher­weise auch lokal sehr begrenzt, bereits im ers­ten Kapi­tel zu Chi­cago auf­ge­grif­fen, so dass Kara­van am Ende des­sel­ben ein wenig blass wirkt. Ledig­lich Genf bie­tet einige inter­es­sante Aben­teu­er­auf­hän­ger, die dem Spiel mit Shado­wrun wirk­li­che neue Würze ver­lei­hen kön­nen. Alles andere sind, nun ja, Städte eben. Städte mit der einen oder ande­ren Geschichte. Nicht weni­ger, aber auch nicht mehr.

Das letzte Kapi­tel, Spiel­in­for­ma­tio­nen, weiß dann jedoch noch­mals zu über­ra­schen. Inter­es­san­ter­weise fin­den sich hier ledig­lich Aben­teue­r­ideen — irgendwo zwi­schen Plo­thook und Aus­ar­bei­tung hin­sicht­lich ihres Detail­gra­des — zu Chi­cago und Lagos. Alles andere fand man dann wohl auch selbst nicht so span­nend. Zuvor jedoch bekom­men Spiel­lei­ter kon­krete Hin­weise an die Hand, wie sie selbst eine Kri­sen­zone, einen Sprawl oder eine sehr viel klei­nere Stadt — irgendwo im Nir­gendwo — errich­ten kön­nen. Man erfährt, wor­auf man ach­ten sollte, und die­ser sand­bo­xige Ansatz gibt dem Buch auf jeden Fall einen klei­nen Pluspunkt.

Preis-/Leistungsverhältnis

Die ers­ten 55 Sei­ten zu Chi­cago recht­fer­ti­gen eigent­lich schon den Kauf des Buches. Selbst wenn man die über­flüs­si­gen Inhalte zu Lagos grob aus­fil­tert und damit bei 50 Sei­ten zum afri­ka­ni­schen Sprawl wäre, machen diese Inhalte zusam­men genom­men die nach­fol­gen­den Schwä­chen wie­der wett. Ledig­lich etwas mehr als 30 Sei­ten würde ich als eher über­flüs­sig anse­hen; ande­rer­seits befin­den sich unter die­sen auch die ansatz­wei­sen Sand­box–Emp­feh­lun­gen für das Buch, was das Ganze wie­derum auf­wer­tet. Summa sum­ma­rum ist der Quel­len­band sein Geld also defi­ni­tiv wert.

Erschei­nungs­bild

Bei der Print­ver­sion han­delt es sich um ein soli­des Hard­co­ver mit voll­far­bi­gem Umschlag, ansons­ten wei­sen die 130 Sei­ten des Buches die übli­che über­sicht­li­che Abgren­zung von all­ge­mei­nem Fließ­text, Shadow­talk und spe­zi­el­len Infor­ma­tio­nen sowie reich­lich Schwarzweiß-Zeichnungen auf.

Die PDF-Version ent­spricht der Print­ver­sion, beson­dere Merk­male wie ein anklick­ba­res Inhalts­ver­zeich­nis sucht man aller­dings vergeblich.


Fazit

Emp­feh­lens­wert ist die­ser Quel­len­band in ers­ter Linie für Chicago-Fans und bie­tet für diese auch reich­lich neue Inhalte, ohne dabei den even­tu­el­len Neu­ein­stei­ger im Regen ste­hen zu las­sen. Auch die Beschrei­bun­gen von Lagos sind reiz­voll, ledig­lich bei den sons­ti­gen Stadt­vor­stel­lun­gen zeigt das Buch deut­li­che Schwächen.

Die Qua­li­tät ist gut – sieht man ein­mal von den übli­chen Recht­schreib­feh­lern ab, die man aus der Reihe bereits kennt –, der Preis ange­mes­sen. Und als Bonus bekommt man noch kon­krete Hin­weise, wie man selbst eine Kri­sen­zone für Shado­wrun (oder andere Set­tings) erschaf­fen kann – also ein gelun­ge­nes Werk.

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