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Shadowrun: Emergenz - Digitales Erwachen $12.14
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Shadowrun: Emergenz - Digitales Erwachen
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Shadowrun: Emergenz - Digitales Erwachen
Publisher: Pegasus Press
by Roger L. [Featured Reviewer]
Date Added: 12/18/2013 02:52:24
2070, gerade ein­mal sechs Jahre nach dem Matrix-Crash, der die gesamte Welt erschüt­terte, zeigt sich die Matrix offen­bar erneut von ihrer fra­gi­len – und durch­aus gefähr­li­chen – Seite. Angeb­lich sol­len einige Leute in der Lage sein, die Matrix durch ihren Ver­stand allein zu steu­ern. Nein, keine Kin­der, keine Stämme, wie man es von den Otaku bereits kennt, son­dern Meta­men­schen aller Alters­stu­fen – und ohne Daten­buchse oder andere Hilfs­mit­tel, mit denen sich auf die Matrix zugrei­fen lässt. Urbane Legen­den, die Wahr­heit, oder irgend­was dazwischen?

Inhalt

Aus anfäng­lich schwer bis nicht erklär­ba­ren klei­nen Stö­run­gen, die höchs­tens ein paar Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker auf den Plan rufen und sich in den Medien ganz gut in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen pro­pa­gie­ren las­sen, wer­den grö­ßere Stö­run­gen, mehr Theo­rien, und dar­un­ter erkennt man bereits einen Hauch schwe­len­der Angst.

Als in Hong­kong dann soge­nannte Tech­no­man­cer für den Tod vie­ler Leute ver­ant­wort­lich sind, beginnt die Hexen­jagd auf diese neuen Fähig­kei­ten. Erin­ne­run­gen an den letz­ten Matrix­crash wer­den wach, sor­gen für Panik und ebenso für Hass den Tech­no­man­cern gegen­über, und auch für die ewig Gest­ri­gen, die sich noch immer nicht mit der Exis­tenz ver­schie­de­ner Meta­men­schen abge­fun­den haben, sind diese Tech­no­man­cer ein gefun­de­nes Fressen.

Aus­ge­rech­net einer Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) gelingt es schließ­lich, die Wogen eini­ger­ma­ßen zu glät­ten. Pul­sar steht für die Aner­ken­nung von sowohl Tech­no­man­cern als auch den KI selbst, für die Aner­ken­nung ihrer Rechte und die Aner­ken­nung letz­te­rer als aner­kannte Lebens­for­men. Kein ganz leich­ter Kampf um Rechte, wenn kurz zuvor eine andere KI eine Raum­sta­tion geka­pert hat …

Ins­ge­samt mit sechs Kapi­teln war­tet der Quel­len­band auf, wobei das letzte Kapi­tel des deutsch­spra­chi­gen Buches sich spe­zi­ell der Situa­tion in der ADL widmet.

Jedes Kapi­tel star­tet mit umfang­rei­chen Jack­Point–Foren­dis­kus­sio­nen zwi­schen Run­nern, die einen als Leser gleich mit­ten hin­ein rei­ßen in die Gescheh­nisse. Der Umfang die­ses Shadow­talks ist ver­gli­chen mit ande­ren Quel­len­bü­chern hier unge­wöhn­lich umfang­reich, was sich aller­dings bezahlt macht. Ähn­lich einem Roman, der aus Frag­men­ten zusam­men­ge­setzt wurde, fällt das Lesen und Ein­tau­chen in die beschrie­be­nen Ereig­nisse hier sehr leicht und ist aus­ge­spro­chen unterhaltsam.

Es fol­gen in jedem Kapi­tel die Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen. Dort erfährt man, was aus dem Shadow­talk den Tat­sa­chen ent­spricht, was also wirk­lich geschieht. Außer­dem erfährt man hier, wel­che Sicht die Öffent­lich­keit, die herr­schen­den Mächte, die Medien und die Schat­ten ver­tre­ten. Das schließt mög­li­che wirt­schaft­li­che und wis­sen­schaft­li­che Inter­es­sen sowie mög­li­cher­weise auf Run­ner war­tende Jobs mit ein.

Das Buch ent­hält zudem viele expli­zite Plot­vor­schläge. Diese sind ent­we­der kurz als Plo­thook in einem oder meh­re­ren Absät­zen skiz­ziert, oder aber umfas­sen etwas genauere Beschrei­bun­gen mit einer oder zwei gan­zen Sze­nen, die sich hier­bei abspie­len könn­ten oder sollten.

Qua­li­ta­tiv wirft das Buch einen ziem­lich in eine Zwick­mühle. Wäh­rend Art und Umfang des Shadow­talks wahn­sin­nig gut gelun­gen sind und die Nach­glie­de­rung von Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, auf­ge­teilt in ver­schie­dene Blick­win­kel sehr gut gelingt, wir­ken die Plot­vor­schläge dage­gen ziem­lich blass und farb­los. Wer sich schwer damit tut, eigene Ideen für mög­li­che Runs zu ent­wi­ckeln, wird diese zwar sicher­lich dank­bar anneh­men, für alle ande­ren bie­ten sie aller­dings kaum einen Mehr­wert geschweige denn Innovation.

Preis-/Leistungsverhältnis

Mit der Umstel­lung auf die fünfte Edi­tion sin­ken die Preise für die meis­ten Quel­len­bü­cher der vier­ten Edi­tion der­zeit (Stand: Dezem­ber 2013) ins Boden­lose. Wenn man dafür noch ein Hardcover-Buch neu ab 4,99 EUR bekom­men kann, wirkt der Kauf des PDF ohne wei­tere Gim­micks und ohne Quer­ver­lin­kung oder ähn­li­ches für mehr als 10 USD schon ziem­lich überteuert.

Unge­ach­tet des­sen: Beide Ver­sio­nen loh­nen den Kauf, und Shado­wrun–Fans kön­nen schon allein wegen der Prä­sen­ta­ti­ons­art der Ereig­nisse auch bei etwas kost­spie­li­ge­ren Ange­bo­ten noch ohne schlech­tes Gewis­sen zugreifen.

Aber Ach­tung: Kon­krete Spiel­werte sucht man in Emer­genz ver­geb­lich. Wer den mecha­ni­schen Über­bau der gan­zen Tech­no­man­cer–Story dazu haben will, kommt um den zusätz­li­chen Kauf des Quel­len­buchs Ver­netzt nicht herum.

Erschei­nungs­bild

Shadowrun Emergenz CoverBei der Print­ver­sion han­delt es sich um die übli­che Hard­co­ver­aus­gabe, sta­bil und solide ver­ar­bei­tet. Die PDF-Datei ist auf die rei­nen Inhalte beschränkt und weist nicht ein­mal Ver­lin­kun­gen inner­halb der Datei auf, ist also nun wirk­lich nichts Besonderes.

Bei­den gemein­sam sind die anspre­chende Optik und die gute Les­bar­keit des Gan­zen. Zwar unter­bre­chen wie immer wei­ter­füh­rende und Rand­in­for­ma­tio­nen, die in schwarz hin­ter­leg­ten Bal­ken auf­tau­chen, den gerade behan­del­ten Inhalt, doch diese kann man bequem bei einem zwei­ten Durch­gang oder nach Abschluss des Kapi­tels nachlesen.

Zeich­nun­gen fin­den sich wie zumeist recht viele im Buch. Sie sind durch­weg schwarz­weiß gehal­ten, und die meis­ten von ihnen wei­sen rela­tiv viele Details auf, sodass der Anblick sei­ner­seits zu unter­hal­ten weiß.


Fazit

Wer sich für Tech­no­man­cer und die neuen KI inter­es­siert, kommt an die­sem Buch kaum vor­bei – aller­dings auch nicht an Ver­netzt für den ent­spre­chend mecha­ni­schen Anteil des Gan­zen. Vom Storyas­pekt her ist Emer­genz aus mei­ner Sicht eins der bes­ten Quel­len­bü­cher zu Shado­wrun 4 über­haupt. Was die Nut­zungs­mög­lich­kei­ten betrifft, muss man aller­dings einige Abstri­che machen. Ein­mal, weil eben alle Spiel­werte u.ä. in einem wei­te­ren Buch zu fin­den sind, dann jedoch auch, weil die ange­bo­te­nen Plo­thooks – ob nun mehr oder weni­ger aus­ge­ar­bei­tet – wenig Inno­va­tion zeigen.

Uner­fah­rene Spiel­lei­ter wer­den hier eher allein gelas­sen, unin­spi­rier­ten immer­hin auf die Beine gehol­fen. Für erfah­rene Spiel­lei­ter hin­ge­gen sind sie eher über­flüs­sig; da hät­ten noch mehr Kon­se­quenz und damit eine wei­tere Aus­ar­bei­tung des Hin­ter­grunds dem Gan­zen gut getan.

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